Kurzsichtigkeit (Myopie)
Ursachen, Symptome & Behandlung
Ursachen, Symptome & Behandlung
Kurzsichtigkeit entsteht, wenn der Augapfel zu lang gewachsen oder die Brechkraft der Linse zu stark ist. Dadurch werden Lichtstrahlen vor statt auf der Netzhaut gebündelt, was zu unscharfem Sehen in der Ferne führt. Neben genetischen Faktoren kann häufige Naharbeit (z. B. Lesen am Smartphone oder Arbeiten am Computer) das Augenwachstum beeinflussen. Besonders im Kindesalter ist ausreichend Tageslicht und Bewegung im Freien wichtig, um einer übermäßigen Verlängerung des Auges vorzubeugen.
Myopie ist die häufigste Fehlsichtigkeit weltweit. In Deutschland sind etwa 25 % der Bevölkerung betroffen, weltweit rund 1,5 Milliarden Menschen. In hochindustrialisierten Ländern, in denen Menschen viel lesen oder Bildschirme nutzen, kann der Anteil sogar bei bis zu 90 % liegen. Experten vermuten, dass veränderte Lebensgewohnheiten, zunehmende Urbanisierung und häufiger Nahfokus die Zahl der Betroffenen weiter steigen lassen.
Kurzsichtige Personen sehen nahe Objekte scharf, entfernte dagegen verschwommen. Typische Symptome sind:
Eine umfassende augenärztliche Untersuchung bestimmt die Art und Ausprägung der Kurzsichtigkeit. Die Sehschärfe kann tagesformabhängig schwanken, weshalb bei stärkerer Myopie mehrere Messungen zu unterschiedlichen Tageszeiten empfohlen werden. Kurzsichtigkeit wird in Dioptrien (Minuswerte) angegeben.
Kurzsichtigkeit lässt sich meist durch eine Augenlaserbehandlung korrigieren. Betroffene können so auf Brillen und Kontaktlinsen verzichten und profitieren von einem klaren, scharfen Sehen. Folgende Laserverfahren kommen infrage: