Früherkennung ist entscheidend

Kinderaugen im Blick

Regelmäßige Augenuntersuchungen helfen, geringe Sehfähigkeit, Schielen (Strabismus), hängende Augenlider und Augenzittern (Nystagmus) frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Auch ernsthafte Augenerkrankungen wie Grauer Star, Grüner Star oder Netzhautprobleme können bereits im Kindesalter auftreten. Ohne frühzeitige Diagnose können sie innerhalb weniger Monate zu bleibendem Sehverlust führen.

80 %

des Lernens erfolgt über die Augen

10

Empfohlen Sehprüfungen in der Schulzeit

16

Altersempfehlung – Kontrollen von Geburt bis zum 16. Lebensjahr.

90 %

der Sehprobleme sind – Sind bei Früherkennung heilbar

kann spätere Probleme vermeiden.

Früherkennung

Haben Sie Kinder? Dann ist es wichtig, frühzeitig auf ihre Augengesundheit zu achten. Viele Sehprobleme und Augenkrankheiten entstehen im Kindesalter, lassen sich aber bei frühzeitiger Diagnose gut behandeln. Für Kinder und Jugendliche von 0 bis 16 Jahren wird eine regelmäßige augenärztliche Untersuchung empfohlen – oft als „Sehschule“ bezeichnet. Die wichtigsten Untersuchungszeitpunkte sind:

  • Im 1. Lebensjahr

    – zur frühzeitigen Erkennung angeborener Sehstörungen

  • Vor der Einschulung

    – für eine optimale Sehentwicklung im Schulalltag

  • Während der Schulzeit

    – um Sehverschlechterungen rechtzeitig festzustellen

Frühe Vorsorge hilft, langfristige Sehprobleme zu vermeiden und die Entwicklung Ihres Kindes bestmöglich zu unterstützen.

Welche Augenuntersuchungen

sind in welchem Alter sinnvoll?

3–6 Monate
Früherkennung von Tränenkanalverstopfung, Grauem Star, Augendruckproblemen und Infektionen.
6–12 Monate Wichtige Phase zur Diagnose und Behandlung von Schielen (Strabismus). Schielende Bewegungen nach dem sechsten Monat müssen ärztlich untersucht werden. Manche Babys wirken fälschlicherweise schielend, da ihre Nasenwurzel noch nicht vollständig entwickelt ist.

ermöglicht eine frühzeitige Behandlung und schützt die langfristige Sehfähigkeit

Regelmäßige Vorsorge

1. Lebensjahr
Beste Zeit zur Untersuchung von Brechfehlern (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus). Sehschwächen wie Amblyopie lassen sich in diesem Alter besonders gut diagnostizieren und behandeln. Falls Tränenkanalverstopfungen nicht auf Tropfen oder Massagen ansprechen, ist eine Behandlung mit einer Sonde im ersten Lebensjahr am effektivsten.

Früherkennung

Auf welche Symptome sollten Sie bei Ihrem Kind achten?

Neben regelmäßigen augenärztlichen Untersuchungen sollten Eltern auf mögliche Anzeichen für Sehprobleme achten. Bei folgenden Symptomen ist ein Termin bei einem pädiatrischen Augenarzt ratsam:

  • Auffällige Augenstellungen:

    Verschobene Augen, herabhängende Augenlider, Schielen, Blicke mit geneigtem Kopf oder einem geschlossenen Auge.

  • Sehprobleme im Alltag:

    Sehr geringer Lese- oder Fernseh-Abstand, Sehen mit zusammengekniffenen Augen, Verlust der Lesestelle, Nutzung des Fingers als Orientierung beim Lesen.

  • Körperliche Anzeichen:

    Wässrige Augen, Augenbutter, Schwellungen der Augenlider, häufiges Augenreiben, Kopfschmerzen.

  • Verhaltensauffälligkeiten:

    Unaufmerksamkeit, geringere schulische Leistung, tollpatschiges Handeln.

  • Entwicklungsauffälligkeiten:

    Fehlender Blickfokus bis zum 3. Lebensmonat.

Eltern mit einer familiären Vorbelastung (Augenerkrankungen oder Brillenträger in der Familie) sollten besonders auf diese Anzeichen achten. Bei Auffälligkeiten, unabhängig vom Alter, ist eine Untersuchung durch einen Facharzt für pädiatrische Augenheilkunde notwendig, um mögliche Sehprobleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.