Alterssichtigkeit (Presbyopie)

– Ursachen, Symptome & Behandlung

Was ist Alterssichtigkeit?

Alterssichtigkeit (Presbyopie) ist eine natürliche Folge des Alterungsprozesses der Augen. Erste Anzeichen treten meist zwischen 40 und 50 Jahren auf, wenn das Sehen in der Nähe zunehmend schwerfällt. Diese Entwicklung betrifft alle Menschen, und es gibt keine Möglichkeit, sie zu verhindern.

Wie entsteht Alterssichtigkeit?

Damit wir in der Nähe scharf sehen können, muss sich die Linse im Auge verformen. Mit zunehmendem Alter verliert sie an Elastizität, sodass einfallende Lichtstrahlen hinter statt auf der Netzhaut gebündelt werden. Dies führt zu unscharfem Sehen auf kurzen Distanzen, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen oder Müdigkeit.

Welche Symptome treten bei Alterssichtigkeit auf?

Presbyopie beginnt mit verschwommener Nahsicht, kann aber später auch das Sehen in der Ferne beeinflussen. Typische Symptome sind:

  • Unscharfes Sehen in der Nähe
  • Halten von Gegenständen weiter weg zum besseren Erkennen
  • Höherer Lichtbedarf beim Lesen
  • Kopfschmerzen durch Augenanstrengung
  • Müde oder gereizte Augen

Wie kann Alterssichtigkeit korrigiert werden?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Korrektur:

  • Lesebrille

    – einfache Lösung, aber oft als störend empfunden

  • Gleitsichtbrille

    – scharfes Sehen in allen Entfernungen, aber Eingewöhnung nötig

  • Multifokale Kontaktlinsen

    – erfordern Anpassung und Gewöhnung

  • Laserbehandlung (Presbyond)

    – kann in manchen Fällen eine Option sein

  • Multifokallinsen (MIOL)

    – dauerhafte Lösung durch Linsenaustausch

Linsenbehandlung bei Alterssichtigkeit

Multifokallinsen ersetzen die körpereigene Linse und ermöglichen scharfes Sehen auf allen Distanzen – meist ohne Sehhilfe. Gleichzeitig können Kurzsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung korrigiert und der Graue Star verhindert werden.

Die Behandlung erfolgt ambulant, dauert etwa 10 Minuten pro Auge, und beide Augen werden innerhalb einer Woche operiert.